Rückblick Forum Zug 2017

Programm

Begrüssung – Albert Schweizer

Radon: Warum reagiert das BAG jetzt? – Fabio Barezza

2000-Watt-Areale – Heinrich Gugerli

Kantonsbaumeister – Francois Chapuis

Fussbalstadion Zürich – Martin Kull

Immobilienportfolio der Stad Zug – Christian Weber

Entwicklung Schweiz und Zusammenarbeit Public Real Estatement – Pascal Bärtschi

Ist die Schweiz fit für die Herausforderung der Raumplanung, Bau- und Immobilienwirtchaft – Hans-Georg BächtholdChristoph StarckAlex Bukowiecki

Wann wird das Aarau-Stadion endlich gebaut?

Die Privatperson, welche mit juristischen Mitteln den Bau des Aarauer Fussballstadions zu verhindern versucht, erleidet vor Bundesgericht eine weitere Niederlage.

Die Lausanner Richter haben der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung erteilt, wie das Bundesgericht in einer am Montag publizierten Verfügung festhält.

In der Sache selbst wird das Gericht noch entscheiden müssen. Erst kürzlich sind die Lausanner Richter auf eine weitere Beschwerde des Stadionkritikers im Zusammenhang mit prozessualen Fragen nicht eingetreten. Im vorliegend noch hängigen Fall geht es um ein Urteil des Aargauer Verwaltungsgericht. Es hat im August dieses Jahres die Korrektheit der Baubewilligung für das geplante Fussballstation in Aarau bestätigt.

Der Spatenstich für das Projekt war ursprünglich für Herbst 2014 geplant gewesen. Das 10’000 Plätze zählende Fussballstadion Torfeld-Süd sieht Investitionen von 36 Millionen Franken vor. Im Mantel des neuen Stadions sollen ein Einkaufszentrum sowie Büros, Wohnungen und Räume für Detailhandel und Gastronomie untergebracht werden.(kris/Si)

Biel erhält multifunktionale Sportanlage mit PPP-Wurzeln

In Biel ist vor kurzem die Grundsteinlegung für ein weiteres PPP-verwandtes Vorhaben erfolgt: Die Tissot Arena ist ein multifunktionaler Gebäudekomplex, unter dessen Dach ein Fussball- und ein Eishockeystadion, ein überdachtes Eisfeld, eine Curlinghalle sowie Dienstleistungs-, Verkaufs- und Lagerflächen entstehen. Die Bausumme beträgt rund CHF 200 Mio. Die Stadt Biel investiert als öffentliche Partnerin und Bauherrin für den Stadienanteil rund CHF 77 Mio. in das Projekt. Die Kumaro Delta AG ist als Bauherrin und private Investorin für den Mantelbereich verantwortlich. Das Projekt wird im Baurecht erstellt. HRS Real Estate AG hat die Anlage entwickelt und ist für deren Realisierung als Totalunternehmerin verantwortlich. Mehr…

Herr Schweizer, warum setzt sich die VSLI für das Thema «Mehr öffentliche Gebäude in Holzbauweise» ein?

Immobilien der öffentlichen Hand sind nicht nur eine Visitenkarte sondern durch die öffentliche Nutzung auch von grösstem öffentlichen Interesse. Dazu gehört auch das Thema Nachhaltigkeit. Gerade im Zuge der Energiestrategie 2050 des Bundes und der 2000-Watt-Gesellschaft werden die Diskussionen rund um die graue Energie in Gebäuden immer wichtiger. Seit rund zehn Jahren gelten in der Schweiz Brandschutzvorschriften, die deutlich besser auf den natürlichen Werkstoff abgestimmt sind. Damit wären die Wege frei für Holzbauten mit sechs bis acht Geschossen. Dennoch kommt der Holzbau noch viel zu selten zum Zug.

Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Sicherlich braucht es noch mehr Aufklärungsarbeit bei den Architekten und Planern einerseits sowie in der Politik und Behörden anderseits , damit diese sich ausreichend mit der Materie auseinandersetzen. Öffentliche Bauherren können aber mit der Ausarbeitung des Projektes oder der Submissionsformulare bereits in eine klare Richtung vorspuren. In Zusammenarbeit mit Bauingenieuren lassen sich Diskussionen um Kosten, Machbarkeit und Visionen von Bauvorhaben bestens abstecken. So können auch Varianten in Holzbauweise gerechnet, durchgespielt und Voraussetzungen wie „Schweizer Holz“ in der Ausschreibung einbezogen werden.

Wie bringen Sie Ihre Mitglieder auf den Holzbauweg?

Die Verantwortlichen im Immobilienbereich der öffentlichen Hand haben erkannt, dass verlässliche Informationen eine wesentliche Voraussetzung für die zielgerichtete Steuerung und Optimierung ihrer Immobilienportfolios darstellen. Die VSLI geht deshalb mit der Kampagne „Mehr öffentliche Gebäude bauen mit Holz…mit Schweizer Holz“ auf Veranstaltungstour und propagiert die Holzbauweise auf breiter Front. Wir sind überzeugt, dass die Holzbauweise für das nachhaltige öffentliche Gebäude der Zukunft aufgrund der Eigenschaften des nachwachsenden Rohstoffs eine solide Basis bildet. Aber auch weitere Vorteile wie die vergleichsweise schnelle Bauweise und die hohen Dämmwerte trotz schlanker Konstruktionen wollen wir in den Köpfen von Behördenvertretern verankern. Schweizer Wohnsiedlungen, Büro- und Schulbauten sollen in Zukunft vermehrt in Holz – beziehungsweise in Mischbauweise mit Holzfassade ausgeführt werden. Denn der Holzbau kann heute dank innovativer Forschung und Entwicklung, rationeller Fertigung und präziser Montage bezüglich Machbarkeit und Kosten auch in grossem Massstab mehr als nur mithalten.